Oma’s Rahmkohlrabi

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Es gibt Aussagen, die altern schlecht. Besonders wenn man diese im Internet gut dokumentiert für die digitale Nachwelt zum Besten gibt. So habe ich mich in meinem Beitrag zu unserem familiären Stachelbeer-Streusel-Kuchen über die inflationäre Benutzung des Präfixes Oma bei Rezepten moniert. Eine Art Gütesiegel, welches Erhabenheit ausstrahlt und keinerlei Kritik zulässt.

Kaum drei Beiträge später bediene ich mich nun selber dieses billigen Stilelementes. Zu meiner Verteidigung bleibt aber eidesstattlich zu schwören, dass es sich tatsächlich um ein Rezept meiner Oma handelt. Und in diesem Fall ist es somit qua Definition tatsächlich ein Gütesiegel, welches keinerlei Kritik zulässt. Denn Oma’s Rahmkohlrabi sind die Besten. So wie die eigenen Kinder selbstverständlich immer die schönsten, schlausten und besten sind.

Nun weilt meine Oma seit nunmehr 14 Jahren leider nicht mehr unter uns, so dass es an mir liegt, ihre wunderbaren Rahmkohlrabi zuzubereiten. Dabei muss ich jedesmal, wenn ich dieses Rezept zubereite an sie denken, wie sie damals auf ihrem Stuhl in der Küche saß und die Kohlräbchen schnibbelte. Das Wort Kohlräbchen müsst ihr euch an dieser Stelle bitte mit rheinländischen Dialekt ausgesprochen vorstellen.

Wir Deutschen sind übrigens Kohlrabi-Weltmeister, sowohl im Anbau als auch im Verspeisen dieses wunderbaren Gemüses. Während sich Kohlrabi gerne auch im Salat oder auf Rohkostplatten wiederfindet, bevorzuge ich ihn am Liebsten als Rahmgemüse mit Kartoffelpüree und Frikadellen.

Und so gelingt es garantiert!

  • Ich schäle die Kohlrabi aufgrund ihrer Festigkeit nicht mit dem Sparschäler, sondern mit dem großen Küchenmesser. Hierfür einfach wie bei einer Orange oben und unten die Deckel abschneiden und dann seitlich rundherum die äußere Schicht runterschneiden und dabei auf hölzerne Stellen achten.
  • Für die Stifte schneide ich die Kohlrabi dann erst in ca. 1cm dicke Scheiben, halbiere diese und schneide daraus die Stifte.
  • Da ihr bereits etwas von dem salzigen Kochwasser hinzugebt, solltet ihr unbedingt einmal abschmecken bevor ihr die Rahmkohlrabi noch mal salzt.
  • Die Rahmkohlrabi halten sich problemlos ein paar Tage im Kühlschrank und lassen sich auch prima einfrieren.

Oma’s Rahmkohlrabi

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Vorbereitung 10 Min.
Zubereitung 20 Min.
Kategorie Vegetarisch
Portionen 4

Zutaten
  

  • 3 Kohlrabi
  • 200 ml Milch
  • 2 EL Butter
  • 1 EL Mehl
  • 1 TL Gemüsebrühe, instant
  • Prise Muskat
  • Salz
  • weißer Pfeffer
  • 2 EL gehackte Petersilie

Anleitungen
 

  • Die Kohlrabi schälen und in Stifte schneiden. Dabei darauf achten, holzige Stellen zu entfernen. Die Kohlrabi in leicht gesalzenem Wasser ca. 8-10 Minuten kochen, bis sie bissfest sind. Beim Abgießen 250 ml vom Kochwasser auffangen. 
  • Für die helle Mehlschwitze die Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Das Mehl hinzugeben und mit dem Schneebesen zu einer glatten Masse verrühren. Dabei darauf achten, dass die Masse nicht anbrennt. Mit der Milch und dem Kohlrabikochwasser ablöschen und gut verrühren.
  • Die Kohlrabi und das Gemüsebrühepulver hinzugeben und mit Muskat, Salz und weißem Pfeffer abschmecken. Das Ganze ein paar Minuten auf kleiner Stufe köcheln lassen, bis die Sauce schön sämig ist und die Kohlrabi die gewünschte Konsistenz haben. Zum Schluss noch die gehackte Petersilie unterrühren.
  • Zu Oma's Rahmkohlrabi passen prima Frikadellen und Kartoffelpüree.

4 thoughts on “Oma’s Rahmkohlrabi

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